Archiv für November 2008

Lernstoff

Sonntag, 30. November 2008

Die Juristen jammern immer, dass sie in den Examina “alles” können müssten, während bei Absolventen anderer Fachbereiche durch Diplomarbeiten und ähnliches der Stoffumfang sehr begrenzt sei. Aber das stimmt so gar nicht. Schließlich sagen uns doch § 11 JAG NRW für das Erste und § 52 JAG NRW für das Zweite Staatsexamen in Nordrhein-Westfalen recht genau, was wir können müssen. Und das ist nicht “alles”. ;-)

So müssen wir zum Beispiel aus dem Abschnitt 7 des dritten Buches des BGB nur das Recht der Grundschuld kennen. Gut, § 1192 I BGB bezieht zwar auch wieder die Hypothek aus dem Abschnitt 7 mit ein, aber “eigentlich” müssen wir daraus nur die Grundschuld können. ;-)

Wer möchte, findet hier jedoch mal eine Übersicht über die gegenständlichen Rechtsgebiete der Prüfungen (PDF, 41,7 kB) , die aus §§ 11 und 52 JAG NRW stammen.

Die letzte AG-Stunde

Mittwoch, 26. November 2008

Heute war es nun soweit. Die letzte AG-Stunde. Uns wurde auch viel Glück für die Klausuren nächste Woche gewünscht. Moment…nächste Woche?!? Aber ich dachte, wir hätten noch bis Januar Schonzeit. Die Auflösung verbarg sich darin, dass wir nicht, wie die anderen AGen bis zum letzten Monat Unterricht haben. Warum auch immer. Wahrscheinlich wurde bei der Konzeption angedacht, dass ausgerechnet im Dezember als letzten Monat vor den Klausuren sowieso niemand kommt, außer dem armen Tropf, der vorne den Unterricht halten muss. Dann kann man es auch bleiben lassen.

Wir haben unsere letzten Klausren der Klausurenwoche wiederbekommen und mit den Noten im Schnitt im Examen wäre ich wohl auch zufrieden. Aber ich habe ja noch einen Monat Zeit für den Feinschliff.

Die letzten AG-Stunden

Freitag, 14. November 2008

Am Mittwoch hatten wir unsere letzte Arbeitsgemeinschaft in Verwaltungs- und Strafrecht. Dort haben wir dann auch unserer letzten Probeklausuren korrigiert wiederbekommen. Insgesamt sind sie eher dürftig ausgefallen, aber ich denke, dass die Notenverteilung schon nahe am Examen war.

Richtig vorbereitet fühle ich mich nicht, aber das geht einem wohl immer so. Nur allein die Arbeitsgemeinschaft ist auch definitiv für das zweite Staatsexamen nicht genug. Man muss noch einiges nebenher machen. Aber das wurde uns zum Glück gleich zu Beginn vor rund anderthalb Jahren gesagt.

Vierte Klausurenwoche

Samstag, 1. November 2008

Nun ist auch schon die vierte Klausurenwoche vorbei. Die Klasuren waren dieses Mal ein großer Gemischtwarenladen.

Die Verwaltungsklausur war eine Anwaltsklausur. Es ging um Polizei- und Ordnungsrecht, Kostenrecht usw. Wenn eine Klausur mit den Worten “Zum Abschluss mal eine einfache Klausur.” angekündigt wird, bin ich immer schon demotiviert. Das verheißt nichts Gutes. Ich fand sie dann auch nicht sooooo einfach.

Die Aufgabe in der Strafrechtsklausur war dieses Mal die Anfertigung eines Urteils der ersten Instanz. Auch hier wurde ein breites Spektrum abgedeckt. So waren es natürlich zwei Angeklagte, damit Mittäterschaft und Ähnliches abgehandelt würde, eine Teileinstellung hatte zu erfolgen und auch im materiellen Recht waren ein paar Fallstricke eingebaut.

In der ersten Zivilrechtsklausur musste ich mir immer vor Augen führen, dass es eine solche ist. Am Anfang der Ausbildung wurde uns gesagt, dass es sehr unwahrscheinlich ist, in einer Zivilrechtsklausur das meiste über andere Rechtsgebiete zu schreiben. Aber hier war ich sehr versucht, eine konkrete Normenkontrolle zu prüfen. Deutlicher gesprochen ging es um die Präklusion bei § 767 ZPO in Bezug auf einen Vollstreckungsbescheid und den Widerruf bei einem Verbrauchergeschäft im Fernabsatz. Leider weiß ich nicht vorher der Ausspruch stammt, aber hier habe ich mich an ihn gehalten: “Bis 600 € bin ich mein eigener BGH!” Frei nach § 511 ZPO.

Der zweite Zivilrechtsklausur wiederum behandelte ein Thema, das zumindest in der Arbeitsgemeinschaft selbst noch nicht behandelt wurde: Handelsrecht. So musste ich mir auch kurz einen entsprechenden Kommentar ausleihen, denn meiner Ansicht nach kann man zu einer Probeklausur ja nicht alles mitnehmen.

Wie das Ganze ausgefallen ist, wird man ja in den nächsten Wochen sehen.