Anwaltsstation
Freitag, 18. April 2008So, nun war ich auch schon die ersten Tage beim Anwalt. Bisher, so muss ich sagen, macht es ordentlich Spaß. Ich bekomme praktische Arbeiten, die über Kaffeekochen und kopieren hinausgehen und das ist auch hervorragend. Die Befürchtung meinerseits war, dass ich dort vielleicht am Anfang nur ältere Akten zum Einstieg bekomme, bei denen man sich erst mühsam einlesen muss. Aber nein, ganz im Gegenteil. Ich erhalte z.B. die frische Anfrage per Fax, was jemand in einer bestimmten Situation tun kann und muss dann ein Antwortschreiben entwerfen. Nicht nur ein rechtliches Gutachten erstellen, sondern eine konkrete, praktische Bearbeitung.
Aber ich merke auch, dass es sich beim Anwalt zu einem großen Teil um Fristen dreht. Während man in der Zivil- oder Strafstation auch für “aktuelle” Akten meist wenigstens eine Woche Zeit hatte, um diese zu bearbeiten, habe ich gestern eine Akte erhalten, zu der ich die Klageerwiderung bis Montag Mittag entwerfen soll. Das ist schon was anderes, aber eine Herausforderung. Dann will ich hier auch nicht lange schnacken und mich mal lieber an die Arbeit machen.