GnuPG

Ich hatte ja auch schon einmal angekündigt, dass ich etwas mehr zum Thema Verschlüsselung von elektronischen Nachrichten sagen wollte. Hier kommt es also:

Besser als hier und hier kann ich es auch beinahe nicht sagen. Ich weiß, dass die Verschlüsselung von Nachrichten etwas komplizierter ist, als nur das Zukleben eines Briefumschlages, aber wie ich schon einmal ausführte, ist eine Nachricht ansonsten genauso lesbar, wie eine Postkarte.

Richtig. “Wer nichts zu verbergen hat, braucht doch nichts zu befürchten.” Ein Standardspruch, den ich immer wieder höre. Warum bietet dann die Deutsche Post AG die Leistung Brief an und nicht nur Postkarten? Wäre doch für alle Beteiligten günstiger und einfacher. Aber es gibt eben Dinge, die gar nicht einmal so privat sein müssen, die man nicht am Schwarzen Brett angeschlagen wissen möchte.

Um es also möglichst einfach zu machen, gibt es z.B. “Gpg4win”. Das ist ein Programmpaket für “Windows” mit allem, was für die Nachrichten- und Dateiverschlüsselung notwendig ist. Noch dazu enthält es “GnuPG”, dass im Gegensatz zum bekannteren “PGP” ein patentfreies Kryptographieprogramm ist. Es enthält auch zwei Handbücher (eines für Einsteiger und eines für Durchblicker), die alles recht ausführlich und gut bebildert erklären. Anbei ist auch ein Programm, dass die Verschlüsselung gleich in “Outlook” einbindet und es somit noch einfacher macht.

Eine kleine Anleitung zur ersten Einrichtung und Anwendung kann man auch hier finden.  Mit vielen kleinen Bildchen und recht einfach gehalten, kann niemand mehr sagen, dass das zu schwer zu handhaben sei. Eine sehr ausführliche Anleitung findest Du hier. In der übergeordneten Anleitung gibt es ausführliche Informationen zu GnuPG und seiner Anwendung.
Für diejenigen unter Euch, die “Thunderbird” als Nachrichtenprogramm benutzen, gibt es zudem die Erweiterung “Enigmail”, das hier auch die Verschlüsselung gleich in das Nachrichtenprogramm integriert.

Für weitere allgemein verständliche Erläuterungen, was das Problem ist und wie man dieses beheben kann, könnt Ihr auch hier und hier gerne einmal schauen.

Gut, es mag Euch vielleicht eine halbe Stunde kosten, Euch in die Materie einzuarbeiten. Aber Ihr könnt ja die Zeit, die Ihr ansonsten benutzt, sinnlose Kettenbriefe herumzuschicken, dafür gebrauchen. Und ich verspreche Euch sogar, dass ich einen Kettenbrief, der mir verschlüsselt zugeht, an alle weiterschicke, die ebenfalls einen öffentlichen Schlüssel besitzen und mit mir in Kontakt stehen.

Wenn alle Stricke reißen, könnt Ihr natürlich auch bei mir noch einmal genau nachfragen, wie das denn nun funktioniert. Auf Nachfrage sende ich Euch auch meinen aktuellen Schlüssel für die Privatkorrespondenz, sollte er im Netz nicht schon auf einem Schlüsselrechner liegen.

Sagte ich übrigens auch schon, dass die geliebten Sofortnachrichten über “ICQ”, “MSN Live Messenger” und ähnliche auch unverschlüsselt übertragen werden? Aber das ist etwas für das nächste Mal. ;-)

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1 Kommentar zu „GnuPG“

  1. Der Campe - Das Netztagebuch» Blogarchiv» Sicherstellung von E-Briefen sagt:

    [...] vermeiden oder eine Verschlüsselung nutzen. Wobei ich damit nicht gesagt haben will, dass Verschlüsselung nur etwas für Straftäter [...]

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